Haare richtig kämmen

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Marco Stauber

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Warum deine Haare beim Kämmen leiden – und wie du es ab heute richtig machst

Du kämmst dir jeden Tag die Haare – aber machst du es auch richtig? Die meisten Menschen greifen nach dem Duschen zur Bürste und kämmen drauflos. Was harmlos klingt, kann auf Dauer echten Schaden anrichten: Haarbruch, Spliss und stumpfe Längen sind oft nicht die Folge schlechter Produkte, sondern falscher Kämmtechnik. In diesem Artikel erfährst du, welche Fehler du vermeiden solltest und warum die richtige Technik genauso wichtig ist wie die richtige Pflege.

Niemals nasse Haare kämmen

Der häufigste und gleichzeitig schädlichste Fehler: Haare direkt nach dem Waschen kämmen. Was viele nicht wissen – nasses Haar ist extrem empfindlich. Der Grund liegt im pH-Wert: Wasser verändert den pH-Wert der Haaroberfläche und lässt die Schuppenschicht aufquellen. Im nassen Zustand stehen die einzelnen Schuppen offen ab, statt glatt anzuliegen. Das führt dazu, dass sich die Haare ineinander verhaken und verfilzen.

Wenn du jetzt mit einer Bürste oder einem Kamm durch diese aufgequollene Struktur gehst, reißt du die Schuppen auf und beschädigst die Haaroberfläche dauerhaft. Das Ergebnis: stumpfes, glanzloses Haar, das sich rau anfühlt und zu Spliss neigt.

Die Regel ist einfach: Kämme deine Haare nur im trockenen Zustand. Lass sie nach dem Waschen an der Luft trocknen oder föhne sie schonend, bevor du zur Bürste greifst.

Immer von den Spitzen nach oben arbeiten

Der zweite klassische Fehler: Oben am Ansatz ansetzen und den Kamm nach unten durchziehen. Das klingt logisch, ist aber genau verkehrt herum. Wenn du am Ansatz beginnst, schiebst du jeden Knoten nach unten, wo er sich mit weiteren Knoten verbindet. Am Ende hast du einen großen Knoten an den Spitzen, den du nur noch mit Gewalt – oder gar nicht – lösen kannst.

Richtig geht es so: Beginne immer an den Spitzen. Entwirre dort zuerst die kleinen Knoten. Dann arbeitest du dich Stück für Stück nach oben zum Ansatz vor. So löst du Knoten einzeln auf, ohne unnötige Spannung auf die Haarstruktur auszuüben.

Nicht reißen – Geduld statt Gewalt

Wenn der Kamm hakt, ist der erste Impuls: fester ziehen. Genau das solltest du nicht tun. Jedes Reißen am Haar belastet die Haarwurzel und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Haare vorzeitig ausfallen oder an der Stelle brechen.

Stattdessen: Den Kamm an der Stelle ansetzen, wo er hängen bleibt, den Knoten vorsichtig mit den Fingern lösen und dann erst weiterkämmen. Ein grobzinkiger Kamm hilft dabei, weil er nicht an jeder kleinen Unebenheit hängen bleibt.

Das richtige Werkzeug macht den Unterschied

Nicht jede Bürste eignet sich für jeden Haartyp. Metallborsten oder enge Plastikzinken können die Schuppenschicht zusätzlich aufrauen. Für das tägliche Kämmen eignen sich am besten:

Grobzinkige Kämme aus Holz oder Horn – sie gleiten sanfter durchs Haar. Naturborsten-Bürsten – sie verteilen den natürlichen Talg vom Ansatz in die Längen und sorgen für Glanz. Entwirrungsbürsten mit flexiblen Borsten – besonders bei langem oder lockigem Haar.

Metallbürsten und feinzinkige Kämme gehören in die Schublade, nicht auf deinen Kopf.

Warum die richtige Kämmtechnik allein nicht reicht

Selbst die beste Technik kann nur begrenzt helfen, wenn dein Haar mit Silikonen, Parabenen und Rückständen aus herkömmlichen Pflegeprodukten belastet ist. Diese Stoffe legen sich wie eine künstliche Schicht um jedes einzelne Haar und täuschen Geschmeidigkeit vor. In Wirklichkeit verhindern sie, dass das Haar Feuchtigkeit aufnehmen kann, und machen es auf Dauer spröde und bruchanfällig.

Bei Friseur Marco Stauber in Röthenbach an der Pegnitz beginnt deshalb jeder Ersttermin mit einer Exfoliation – einer professionellen Tiefenreinigung, die Silikone, Parabene, Feinstaub und andere Ablagerungen vollständig entfernt. Alle Neukunden durchlaufen eine Exfoliation als festen Bestandteil des ersten Termins. Erst auf dieser sauberen Basis kann das Haar seine natürliche Struktur zurückgewinnen.

Danach sorgt ein organischer Haarschnitt nach der ORGÆNIC Haircutting Methode dafür, dass das Haar mit seiner natürlichen Wuchsrichtung geschnitten wird – nicht dagegen. Das Ergebnis: Haare, die sich leichter kämmen lassen, weniger verknoten und auch ohne Styling natürlich fallen.

Wer zusätzlich mit einer organischen Haarfarbe arbeitet, vermeidet die typischen Schäden herkömmlicher Colorationen und erhält Haar, das sich auch nach dem Färben geschmeidig und gesund anfühlt.

Dein Haar verdient die richtige Behandlung

Richtiges Kämmen ist ein einfacher Schritt, den du sofort umsetzen kannst. Aber für wirklich gesundes, widerstandsfähiges Haar, das sich mühelos kämmen lässt, braucht es mehr: eine professionelle Grundlage ohne Altlasten und einen Schnitt, der mit deinem Haar arbeitet – nicht dagegen.

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